Richert-Gruppe
Renovierungs-Ratgeber

Themenbereich Lüften

Luftfeuchtigkeit

Beschlagene Fenster sind ein Alarmsignal

Sind die Fenster beschlagen oder gar die Wände feucht, dann ist das ein Alarmsignal. Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum kann zu Schimmel führen.

Bei beschlagenen Fenstern ist es meistens kein Wasser, das von außen eindringt, sondern Kondenswasser bzw. Schwitz- oder Tauwasser. Hat zum Beispiel eine Fensterscheibe eine niedrige Oberflächentemperatur und ist die Luftfeuchtigkeit im Raum übermäßig hoch (z.B. durch Kochen oder Duschen), kondensiert das Wasser. Es läuft an der Scheibe hinab und kann den Nährboden für Schimmel bilden. Ein weiterer wichtiger Indikator: In einem zu feuchten und zu kaltem Raumklima fühlen sich Menschen unwohl.

Wann man sich behaglich fühlt

Eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 65% wird allgemein als behagliches Raumklima empfunden. Aber eine Vielzahl an alltäglichen Tätigkeiten sorgt für einen ständigen Anstieg der Luftfeuchtigkeit – vom Wasserdampf im Haushalt oder bei der Körperpflege bis hin zur natürlichen Feuchtigkeitsabgabe von Menschen, Tieren und Pflanzen. Daher ist regelmäßiges manuelles oder noch besser automatisches Lüften eine Voraussetzung für das Wohlbefinden. Nur dadurch kann die überschüssige Feuchtigkeit aus den Räumen abgeführt werden.

Was ist Luft?

Luft besteht zum überwiegenden Teil aus dem Element Stickstoff (78 %) und zu gut einem Fünftel aus Sauerstoff (21%). Nur 0,9 % betragen die Anteile an Edelgasen wie Neon, Helium oder Argon und auch das Treibhausgas Kohlendioxid ist mit nur 0,03 % in der Luft vorhanden und bereitet dennoch so große Probleme. Luft kann man nicht riechen – aber sie transportiert Geruchsmoleküle und Schwebstoffe wie beispielsweise Blumenduft oder Zigarettenrauch. Wer einen Kamin oder eine andere offene Feuerstelle (Gasbrenner) im Haus betreibt, muss auf die Frischluftzufuhr achten, da ansonsten der Sauerstoffgehalt sinkt und der Anteil des gefährlichen und geruchslosen Kohlenmonoxids steigen kann.