Umweltaspekte zum Thema Fenster

Beim Thema Fenster und Umwelt liegen 3 Punkte sofort auf der Hand:

Energieeinsparung mit modernen Fenstern

"Geld zum Fenster hinauswerfen" lautet ein geflügeltes Sprichwort. Doch nicht selten sind es die "Augen des Hauses" selbst, die unnötige Ausgaben für Hausbesitzer oder Mieter verursachen. Verwitterte Rahmenkonstruktionen oder einfache Glasscheiben ohne Isolierung, von der älteren Generation bisweilen noch als "Kriegsnotverglasung" verspottet, lassen viel bzw. zu viel kostbare Wärme ins Freie entweichen. Zu Zeiten hoher Ölpreise ein besonders teurer Spaß. Und der nächste Winter kommt bestimmt...

Eine jüngst veröffentlichte Studie des PIB - Prüfinstitut für Bauelemente gelangt zu dem Schluß, dass im veralteten Wohngebäudebestand der Bundesrepublik allein durch Fenstermodernisierung eine Energieeinsparung von bis zu 77 Milliarden (!) Kilowatt-Stunden möglich ist. Das entspricht ca. 13 Millionen Tonnen Heizöl - in etwa das fünffache der in Deutschland geförderten Jahresmenge. Würde diese Energie eingespart, wäre damit nach Berechnungen von Experten eine CO2-Reduktion von über 17 Millionen Tonnen verbunden.

Die überraschend hohen Ergebnisse der Untersuchung fußen zum einen auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zum aktuellen Stand der Bausubstanz. Danach sind über 75 Prozent der Gebäude älter als 20 Jahre. Ferner berücksichtigt das Institut die enorme technische Entwicklung, die das Fenster, speziell das marktführende PVC-Fenster in den zurückliegenden Jahrzehnten durchgemacht hat. Den Systemgebern und Herstellern gelang es, den U-Wert ständig weiter zu senken - bis hin zum Passivhaus-Standard.

Der Staat hat die Energieproblematik bei Altbauten erkannt und bietet daher Förderprogramme für die Renovierung über verschiedene öffentliche Institutionen an.
Obwohl der langfristige Kostenvorteil einer Fenstermodernisierung auf der Hand liegt, haben bisher viele Bauherren die Investition gescheut. Mit einem neuen Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) will die Bundesregierung wieder verstärkt Anreize zur Modernisierung von Wohngebäuden schaffen. Denn mit der Energieeinsparung verbunden ist eine Verringerung des CO2-Ausstosses, ganz im Sinne des Weltklimagipfels von Kyoto.

Hausbesitzer, die sich jetzt zum Auswechseln ihrer veralteten Fenster entschließen, erhalten über ihre Bank besonders zinsgünstige KfW-Darlehen.

Recycling - macht Sinn und ist garantiert!

1993 wurde die Fenster-Recycling-Initiative FREI ins Leben gerufen. 2002 firmierte diese Gesellschaft in die Rewindo GmbH um. Die Gesellschafter haben zusammen einen Anteil von etwa 80 Prozent des deutschen Kunststoff-Fenstermarktes. Gegenstand der Gesellschaft ist die Kontrolle, Koordination und Dokumentation der Umsetzung der Freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche vom März 2000, fortgeschrieben im Oktober 2001, im Bereich werkstoffliche Verwertung von PVC Altfenster und Produktionsabfällen aus der Herstellung von PVC Fenstern bzw. Fensterprofilen sowie artverwandter Produkte.
Kunststoff-Fenster sind zu 100% recyclebar - das sogenannte "Down-Recycling" findet nicht statt, d.h. aus alten Fenstern werden wieder neue, hochwertige Fenster. Im Rahmen der Initiative verpflichtet sich der Fensterbau-Betrieb, ausgebaute Bauelemente sowie die bei der Fensterherstellung anfallenden Profilreste den von der Rewindo GmbH beauftragten Recyclingspezialisten zur Verfügung zu stellen. Die Entsorgung über Deponien wird ausdrücklich ausgeschlossen. Bundesweit sind von der Rewindo GmbH über 100 Sammelstellen eingerichtet worden, damit der Fensterfachbetrieb vor Ort den ökologischen Aspekten voll gerecht werden kann.

Fenster Werkstoffe

PVC ist heute einer der am besten erforschten Werkstoffe überhaupt. Seine Umweltverträglichkeit beginnt bereits bei den Rohstoffen: 57% Salz und nur 43% Erdöl sind die Hauptkomponenten von PVC.

In umfassenden Studien zur Öko-Bilanz von PVC wurden die Stärken dieses Werkstoffes gegenüber anderen Rahmenmaterialien nachgewiesen. PVC-Kunststoffenster nutzen der Umwelt dreifach. Die ökologischen Vorteile:

1.) Die extreme Langlebigkeit ist der größte Vorteil für die Umwelt. Die Langlebigkeit von Produkten ist der wirksamste Weg, die Umwelt zu schützen. Was nicht ersetzt werden muss, kann auch nicht die Umwelt belasten. Deshalb hat sich der Kunststoff PVC am Bau so nachhaltig durchgesetzt. Bei Kunststoff-Fenstern geht man von einer Lebensdauer größer 30 Jahren aus.
2.) Kunststoffenster sparen während ihres langen Lebens nicht nur eine Menge Energie durch sinkenden Heizbedarf, sie werden auch selbst ausgesprochen energiearm hergestellt.
3.) Der thermoplastische Werkstoff PVC läßt sich mit vergleichsweise geringem Energieaufwand recyceln. Produktionsreste, Fehlchargen, Späne etc. kommen vollständig in einen internen Recycling-Kreislauf. PVC läßt sich mit Hilfe moderner Technologien heute zu nahezu 100% bis zu 10 mal recyceln, ohne daß die Materialqualität wesentlich beeinträchtigt wird, also kein "Downcycling".

Samstag, 04. Februar 2012
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