Großzügig verglaste Räume entsprechen heutigen Komfortvorstellungen. Im Zeitalter des bewußten
Umgangs mit
Natur und Umwelt genügen die rein ästhetischen Forderungen nicht mehr. Von einer
modernen Wärmeschutzverglasung wird heute wesentlich mehr verlangt. Anfangs der 80er Jahre galt
das
Fenster und damit die Verglasung als "Energieloch". In der Zwischenzeit haben die Anstrengungen
zur Verbesserung des Wärmedämmwertes bei Isoliergläsern eindrückliche Fortschritte gebracht. Ein
U-Wert von 1.1 W/m
2 K ist heute Stand der Technik. Damit ist die Verglasung zu einem hoch wärmedämmenden
Bauteil geworden, das dem Isolationsvermögen des Mauerwerks immer näher kommt.
Dies eröffnet neue Perspektiven. Mit der Angleichung der Oberflächentemperatur der Verglasung an die
übrigen Bauteile, entfallen die lästigen Zugerscheinungen in Fensternähe. Die Räume können besser
genutzt werden. Durch das hohe Isoliervermögen bleiben die Temperaturen konstanter.
Fenster führen zusammen mit entsprechender Verglasung zu einer deutlichen Verringerung des
Energieverbrauches.
Modernes Isolierglas setzt sich aus folgenden Grundelementen zusammen: 2 oder mehrere Float- oder
Spezialgläser. Das raumseitige Glas ist gegen den Scheibenzwischenraum mit einer hauchdünnen
Wärmedämmschicht versehen. Der dazwischenliegende Abstandhalter kann aus Kunststoff, Metall oder
Thermoplastisch (TPS) ausgeführt sein. Der Scheibenzwischenraum ist mit einem speziellen
Wärmedämmgas oder mit getrockneter Luft gefüllt.