Richert-Gruppe
Renovierungs-Ratgeber

Themenbereich Energiesparen

Isolierung und Dämmung

Gut isolierte Fenster sparen am besten

Wer alte Fenster gegen moderne Fenster mit guter Isolierung und hoher Dämmung austauscht, spart sofort Heizungskosten.

Generell kann man sagen, dass durch alte Fenster die höchsten Energieverluste entstehen – sie sind ca. vier- bis zehnmal höher als bei Fenstern mit Wärmeschutzverglasung. Bis zu 40 Prozent der Gesamtwärme gehen hier verloren.

Durch die Wand beträgt der Wärmeverlust 22 Prozent, durch den Keller 16 Prozent und über das Dach entweichen 7 Prozent. Weitere 15 Prozent sind auf diverse Ursachen zurückzuführen.

Fenster mit moderner Dämmung und Isolierung

Die weitverbreitete Annahme, dass mehrere und dickere Glasscheiben mit großen Zwischenräumen die beste Wärmedämmung erzielen, ist falsch. Es ist vielmehr ein komplexes System aus intelligenten, konstruktiven Merkmalen und modernen Materialien, das für beste Dämmwerte sorgt. Kurz gesagt: Hightech entscheidet. Wichtig sind dabei die Profilkonstruktion, der Übergang vom Profil zum Glas, die Art des Glases sowie der fachgerechte Einbau der Fenster.

Der Unterschied zwischen Isolierglas und Wärmeschutzglas

Isolierglas und Wärmeschutzglas werden häufig verwechselt. Beim Isolierglas handelt es sich um eine Mehrfachverglasung, z.B. Doppel- oder Dreifachverglasung. Das Wärmeschutzglas ist ein Isolierglas, auf dem eine hauchdünne Metallschicht auf die Glasoberflächen aufgebracht ist. Diese Schicht sorgt vereinfacht gesagt dafür, dass Heizungswärme nicht nach außen gelangt, aber Sonnenwärme hinein. Wärmeschutzglas erzielt also deutlich höhere Energieeinsparungen als Isolierglas.

Noch höher ist die Wärmedämmung bzw. der Uw-Wert (siehe Dämmwert), wenn die Scheibenzwischenräume mit einem Spezialgas, z.B. Xenon, gefüllt sind. In Verbindung mit Dreifachverglasung spricht man hier von Spezial- oder Passivhausgläsern.

Das moderne Fensterprofil

Bei modernen Fensterprofilen aus Kunststoff steckt die Innovation im Inneren. Genau berechnete Kammern und Dichtungsmaterialien sorgen für die hohe Wärmedämmung und gleichzeitig für die statische Stabilität. Von besonderer Bedeutung bei den Profilen ist die Dichtung zwischen Fensterflügel und Rahmen. Sie sorgt für die Regendichtigkeit und die Luftdichtigkeit. Hohe Luftdichtigkeit bedeutet hohe Wärmedämmwerte. Die Luftdichtheit für Profile wird gemäß der EN 12207 in Klassen von 1 (gering) bis 4 (hoch) eingeteilt.

Optimaler Übergang zwischen Profil und Scheibe

Qualitätsfenster zeichnen auch durch den Übergang vom Profil zum Glas aus. Hier kommen spezielle Materialien zum Einsatz, die Temperaturverluste, Wärmebrücken und Schwitzwasser minimieren.

Auf fachgerechten Einbau achten

Das beste wärmgedämmte Fenster nutzt wenig, wenn es nicht fachgerecht eingebaut wird. Die Gefahr ist groß, dass es zu Wärmebrücken kommt und damit nicht nur die isolierende Wirkung minimiert wird. Zudem kann sich an diesen Stellen Kondenswasser bilden und zur Schimmelbildung führen. Fazit: Hochmoderne Fenstertechnik gehört in die Hände von Fachleuten.